Ein großer Schritt für den Bürger rasch und kostengünstig umgesetzt

Kategorie: Best Practice
Autoren: Mag. Renate Hausenblas, Dipl.-Ing. Harald Pröll, Mag. Hans Christof Zeller-Lukashort
Land Salzburg
www.salzburg.gv.at, email: egovernment@salzburg.gv.at
DI Hannes Färberböck, Alexander Lendl, DI Uwe Janner
ANECON Software Design und Beratung GmbH, Wien
www.anecon.com, email: office@anecon.com

Kernaussage

Die konsequente Orientierung am Nutzen für denBürger, die Einbindung der Bezirkshauptmannschaften und dieinkrementelle Ausbaustrategie kennzeichnen die Entwicklung derE-Government Lösung des Landes Salzburg. Diese Strategie erlaubte,einen großen Schritt für den Bürger in kurzer Zeit mit geringen Kostenzu setzen. Die applikatorischen Voraussetzungen für diesen Ansatz sinddie konsequente Standardisierung der Benutzeroberfläche für den Bürger,des Formularaufbaus sowie eine erweiterbare, modulare und generischeApplikationsarchitektur.

Abstract

Das E-Government-Projekt des Landes Salzburgbesteht aus einer organisatorischen und einer Java basiertentechnischen Lösung für die Erfassung, Weiterleitung und Bearbeitung vonAnträgen samt Beilagen. Die Umsetzung des Projektes wurde im März 2001begonnen, mit einem Aufwand von etwa 18 Personenmonaten (davon 5,5 PMfür die Applikationsentwicklung) umgesetzt, und ist seit 24.9.2001 fürden Bürger und die Wirtschaft nutzbar.

In diesem Beitrag werden das Vorgehen, dieProjektorganisation und die umgesetzte organisatorische und technischeLösung dargestellt. Dabei wird gezeigt, wie folgende Ziele erreichtwurden:

  • Der Bürger kann in kurzer Zeit die Einreichung aller wesentlichen Anträge (Endausbaustufe in 2002) sicher und komfortabel über das Internet abwickeln.
  • Die Behörde bearbeitet die elektronischen Anträge effizient und einheitlich.
  • Es gibt eine breite Akzeptanz beim Bürger und in der Behörde.
  • Die notwendige Standardisierung über die Bezirkshauptmannschaften hinweg ist gelungen
  • Die Benutzeroberfläche ist einheitlich, einfach und verständlich.
  • Eine bürgerfreundliche Umsetzung der Verwaltungsvorschriften ermöglicht eine rechtssichere Verfahrensabwicklung auch ohne digitaler Signatur und einen weitgehendem Verzicht auf Originalbeilagen.
  • Die Integration weiterer Formulare kann schrittweise und ohne Zusatzkosten vorangetrieben werden.

Bei der Darstellung der technischen Lösung wirdeine Anwendungsarchitektur vorgestellt, die es erlaubt mit geringemEntwicklungsaufwand

  • Unabhängigkeit von Hard- und Softwareherstellern zu erreichen,
  • ohne Programmierung neue Formulare bereitzustellen,
  • den Benutzerkomfort durch automatische Vorausbefüllung von Formularen zu erhöhen,
  • die Einheitlichkeit der Oberfläche herzustellen,
  • eine sichere Einreichung des Antrags für den Bürger zur Verfügung zu stellen,
  • eine effiziente Kommunikation zwischen Bürger und zuständiger Behörde zu etablieren und
  • eine schrittweise Erweiterung der Lösung und die sukzessive Integration mit anderen Anwendungen zu ermöglichen.

Die Darstellung der wichtigsten Erfahrungen ausdiesem Projekt, die anderen Projekten als Anregungen dienen können,runden den Beitrag ab:

Die Notwendigkeit

  • der Entwicklung eines Standardprozesses - ausgehend von der Lebenssituation des Bürgers, dem Verfahren bis hin zum fertigen Formular;
  • einer starken Koordination verschiedener Behörden, um für fünf Bezirkshauptmannschaften einheitliche Verfahren zu bieten;
  • einer Vereinheitlichung und Strukturierung des Aufbaus der Formulare;
  • von Rahmenbedingungen, die die Sachbearbeiter in der bürgerfreundlichen Abwicklung der Verfahren unterstützen.

15.1.2002
Wien (Austria) Tagung
eGov Day
OCG