Software-Test

Reise Reise – jeder tut‘s auf seine Weise!

Für alle, die sich bereits jetzt fragen, worauf ich in diesem Beitrag hinaus will, denen sei gesagt, dass dieser Artikel in der Tat etwas mit der Arbeit im Softwaretestbereich zu tun hat. Der Zusammenhang ist schnell hergestellt. Denn der Tester sitzt schon lange nicht mehr in einem verrauchten Testlabor ohne Zugang zu Tageslicht, sondern streift sich den feinen Zwirn über, öffnet die Tür und geht hinaus in die Welt – auf Geschäftsreise.

Business trip

So schickte man auch mich in die weite Welt – zu Kundenprojekten in anderen Städten oder zu Messen und Konferenzen. Und glauben Sie mir, dabei habe ich schon die eine oder andere Anekdote erlebt!

Ausfall der Flugverbindung, Verspätung bei der Bahn oder mit dem Taxi im Stau. Da kann schon einmal etwas Nervenkitzel aufkommen. Zugegeben ein gewisser Adrenalinschub kann auch reizvoll sein, aber seien wir ehrlich – wer will schon völlig abgehetzt, durchgeschwitzt und erledigt bei einem Geschäftstermin ankommen? Stress gilt es auf Reisen also zu vermeiden. Gute Planung vorab ist bekanntlich schon die halbe Miete, aber es ist auch von Vorteil äußeren Einflüssen Beachtung zu schenken.

 

Anfahrt

Als erstes stellt sich die Frage, auf welchem Weg das Ziel erreicht werden soll. Hierbei spielen natürlich Zeit und Geld eine Rolle. Manchmal ist die Auswahl nur auf ein Verkehrsmittel beschränkt, sodass sich die Suche nach Alternativen erübrigt. Bei Reisen in den Wintermonaten ist das Zeitfenster größer zu setzen. Vor allem bei Flugreisen. Ist mindestens ein Umstieg notwendig, muss auf alle Fälle ein zeitlicher Puffer kalkuliert werden – sofern umsetzbar.

 

Hotel & Lage

Wer die Möglichkeit hat, Dienstreisen langfristig zu planen, sollte diesen Vorteil nutzen. Dies gilt insbesondere für Reisen in Messestädte. Bekanntlich sind Unterkünfte zu Messezeiten schnell ausgebucht und die letzten freien Zimmer werden zu horrenden Preisen angeboten.
Um die Buchung eines Hotelzimmers fernab des eigentlichen Arbeitsortes zu vermeiden, ist es ratsam, sich frühzeitig Informationen über Messezeiten einzuholen.
Stehen mehrere Hotels und deren Konditionen im Einklang mit der Reisekostenrichtlinie, sollte das Kriterium Erreichbarkeit mit einbezogen werden. Denn, ein 5 Sterne-Hotel, dass schlecht erreichbar ist, hat wenig Nutzen, wenn man die zusätzliche Zeit für die Anfahrt berücksichtigt. Und Zeit kostet ja bekanntlich auch Geld.

Der Preisunterschied ist auch bei den gewählten Verkehrsmitteln zu spüren. Ist absehbar, dass sich der Projekteinsatz bei einem Kunden über einen längeren Zeitraum streckt, kann durchaus von Frühbucherrabatten profitiert werden.
Generell ist abzuwiegen, ob die Mehrkosten im richtigen Verhältnis zum vermeintlichen Vorteil stehen.

 

Problemmeldung

Sollte es während der Reise doch zu Problemen kommen, ist dies zu kommunizieren.  Eine gepflegte Kontakt- bzw. Adressliste hilft dabei, die gewünschten Daten rasch zu finden und bei deren Suche nicht in Panik zu verfallen. Auf alle Fälle zu vermeiden ist die Mentalität „Die Daten hab ich schon irgendwo stehen“.  Hierzu gehört auch die Telefonnummer des Arbeitgebers. Klingt seltsam, ist aber nicht abwegig. Denn wann ruft man schon auf der Arbeit an? Im Büro selbst genügt meist die Durchwahl der Kollegen.

 

Checkliste

Für Leute die in Hektik schnell mal etwas vergessen, denen sei geraten, sich eine Checkliste für Reisen anzulegen. Diese kann dann vor Antritt abgehakt werden. Darauf sollte auf alle Fälle auch Bargeld stehen. Denn auch wenn Flug, Hotel o.Ä. über die Firma gebucht und abgerechnet werden, gilt immer noch der Grundsatz „Geld hat man zu haben“.

Apps wie „Mein Reiseplaner“ oder „Pack the Bag“ für das iPhone. Android bietet zum Beispiel das empfehlenswerte „KofferPacken“ und „PackingPro“ an.

 

Aus eigener Erfahrung

Zusammenfassend sei erwähnt: je besser die Vorbereitung, desto geringer der Stresslevel unterwegs. Und sollte doch etwas schief laufen, fällt die Argumentation deutlich leichter 😉

Aus eigener Erfahrung darf ich berichten, dass ein mangelhaftes Zeitmanagement, mehr als nervenaufreibend sein kann. Die Kollegen wurden von mir mit dem Mietwagen abgeholt. Jeder in einem anderen Ort. Ein Blick auf die Uhr nach dem letzten Zustieg verriet nichts Gutes: „Das wird sportlich, wenn wir den Flieger noch schaffen wollen“. Der Fahrstil wurde dahingehend angepasst und so boten die kommenden 100 km auf Landstraße und Autobahn ein Auf und Ab der Gefühle – zum Montagmorgen. Am Flughafen angekommen war der Wunsch, das Gepäck noch aufgeben zu können, schnell verflogen. Flüssigkeiten und andere Dinge, die nicht ins Handgepäck durften, mussten notgedrungen entsorgt werden. Abschließend gab es noch böse Blicke der Mitreisenden. Doch das Glücksgefühl für den erreichten Flieger konnte einem keiner mehr nehmen.

Haben Sie auch schon in eine oder andere Anekdote auf Ihren Geschäftsreisen erlebt? Teilen Sie Ihre Geschichte mit uns – ich freue mich darauf! Und nun als Abschluss gibt es noch:

 

 10 wichtigsten Tipps & Tricks für Dienstreisen:

  1. Langfristige Planung und frühe Buchung, wenn Termin steht
  2. Auswahl der/des richtigen Verkehrsmittels
  3. Kleidung die Erste; Bei mehrtägiger Reise: Wettervorhersage beachten und entsprechende Kleidung auswählen – ein Schirm hat immer Platz
  4. Kleidung die zweite: Bequemes und knitterfreies Outfit wählen. Eventuelle Falten können später im Hotel unter dem Dampf der heißen Dusche entfernt werden
  5. Höchste Prio: Kontaktdaten in einem aufgeladenen Mobiltelefon und Bargeld mitführen
  6. Zeitmanagement: großzügigen Zeitpuffer einplanen
  7. Frühzeitig den Koffer bestücken und evtl Checkliste für wichtige Dinge anlegen
  8. Mitdenken erlaubt: achten Sie darauf, wer bei der Sicherheitskontrolle vor Ihnen steht. Leute, die nicht oft fliegen benötigen mehr Zeit, sind in der Regel aber schnell zu erkennen
  9. Auf die Gesundheit achten: vor allem Trinken ist wichtig!
  10. Relaxt bleiben!

Speziell der letzte Punkt gilt für all die Leute, die der Meinung sind, unmittelbar nach der Landung mit dem Flugzeug sich im Gang positionieren zu müssen oder Stress auszuüben um in den Gang zu gelangen: es bringt nichts, vor allem wenn ein Shuttle-Bus wartet. Und die Flugzeugtür öffnet deswegen auch nicht früher.

 

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