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STWC 2016: Das finale Ergebnis der Vorausscheidung!

Jetzt ist es da – das finale Ergebnis des Vorentscheids zum Software Testing World Cup 2016: Drei ANECON Teams unter den Top 10! Mein Kollege Michael Schlimbach hat bereits vor Weihnachten über unsere Teilnahme berichtet. Ich melde mich heute nochmals mit den finalen Rankings und einigen Tipp & Learnings, die wir für die Qualifikation 2017 mitnehmen.

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Facts rund um den Bewerb

3 ANECON Teams unter den Top 10 des Software Testing World Cup Vorentscheids! Team „The Fantesting 4“ war eines der 5 Live-Teams bei den Agile Testing Days in Potsdam und erreichte den tollen 2. Platz. Zwei weitere ANECON Teams traten im Online-Stream an: A-Anecondas belegte Platz 6 und A-Force One Platz 10 von insgesamt 75 teilnehmenden Teams aus ganz Europa.

Die Qualifikation fand am 9. November 2015 statt. Insgesamt haben 80 Teams (5 Teams live vor Ort, 75 0nline) bestehend aus insgesamt 317 Testern teilgenommen. Bei der Nationalität der Teilnehmer gab es eine breite Streuung durch ganz Europa. Die meisten Teilnehmer (25 Teams) kamen aus Rumänien, Deutschland war mit 5 und Österreich mit einem Team vertreten. Durch diese breite Streuung an Testern wurden 1927 Fehler gefunden und in Lean Testing dokumentiert. Das ergibt eine durchschnittliche Leistung von 24 gefunden Fehlern je Team. 41% der Bugs waren über alle Teams hinweg einzigartig.

Bewertet wurden die Teams in den Punkten „Testreport“ und „Bugreport“. Bei den gemeldeten Fehlern wurden unter anderem die Qualität und die Detailierung der Beschreibung bewertet. Bei der Bewertung des Testreports wurde der Fokus neben der Qualität des Textes auch auf das Layout, die Empfehlungen und die beigefügten Grafiken gelegt. Die detaillierte Bewertung und auch der Testbericht des Gewinnerteams wird im Dezember 2016 nach dem weltweiten Finale publiziert werden. Die Veranstalter kündigten für die nächsten Bewerbe bereits an, dass die Bewertung und auch die Testreports aller Teams verfügbar sein werden.

 

Tipps & Learnings

Auch wenn wir es mit dieser Top-Platzierung diesmal nicht in die Finals geschafft haben, bleibt dennoch der unermüdliche Ehrgeiz, der große Ansporn für die Qualifizierung 2017. Und um diese noch besser zu meistern, habe ich meine Kollegen interviewt, was aus ihrer Sicht die größte Herausforderung war und was sie beim nächsten Mal anders machen würden.

Was war die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war wohl der Zeitdruck – vor allem gegen Ende, als es darum ging, den Testbericht fertig zu stellen bzw. einen Schlussstrich zu ziehen. Wir haben es aber gut handhaben können, weil wir vorab die einzelnen Bereiche der App gut untereinander aufteilten und so kein Bereich ungetestet blieb“, sagt das Team „A-Anecondas“.

Auch Team „A-Force One“ stimmt dem überein: „Einerseits ganz klar der knappe zeitliche Rahmen. Zum Ende hin hat man noch so viele Dinge im Hinterkopf, welche man gerne noch machen würde aber die Zeit fehlt einfach. Andererseits aber auch die Entfernung innerhalb des Projektteams und die damit notwendige remote-Kommunikation. Die Übertragung der Stimme funktionierte via Hangout & Skype nicht immer tadellos und zwischendurch abgebrochenen Verbindungen kosteten uns Zeit.“

Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?

  • Während der Testsession mehr absprechen. Wir waren teilweise extrem fokussiert im Test und mit Eifer dabei, worunter die Absprache untereinander etwas gelitten hat. Überlegenswert wäre dafür beim nächsten Mal eine Bug-Übersicht, z.B. in Form eines Live Screens, wo angezeigt wird wer gerade eine Anomalie, einen Fehler bzw. einen Vorschlag eingemeldet hat. Damit hätte jeder die Möglichkeit mit einem kurzen Blick zu prüfen, ob die Abweichung, die er gerade entdeckte bereits eingemeldet wurde.
  • Die Rohfassung des Testberichts wesentlich früher erstellen und das Testende, hinsichtlich der Zeit für die Erstellung des Testabschlussberichts, konsequenter durchziehen.
  • Für einzelne Blöcke etwas mehr Zeit einplanen und Test und Bugreporting zeitlich trennen.
  • Gute Vorbereitung von kompatiblen Endgeräten! Ich hatte zwar ein Android Smartphone und ein iPad jedoch war das Android- Phone in einer zu alten Version und somit von der zu testenden App nicht unterstützt und auch auf dem iPad konnte die App nicht installiert werden. Somit war ich gezwungen mit meinem Kollegen Peter gemeinsam auf seinem Android Smartphone zu testen.
  • Auf jeden Fall das ganze Team an einem Ort positionieren, um remote-Kommunikation zu vermeiden.
  • Ich würde einfach die gewonnene Erfahrung mit in den nächsten Wettbewerb nehmen um noch gelassener an die Sache heranzugehen.

Ein Tipp für die qualifizierten Teams bei den Finals?

Cool bleiben, miteinander reden – Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg – und immer die Zeit im Auge behalten!

 

Ein sensationelles Gefühl unter den Top 10 Testing-Teams europaweit zu sein! Durchaus ein Grund sich selbst ein bisschen auf die Schulter zu klopfen und ein großes Danke an die Teamkollegen auszusprechen. Mit unseren Learnings sind wir bestens für die Qualifizierung des Software Testing World Cups 2017 gerüstet und freuen uns schon darauf.

 

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