Software-Test

Service Virtualisierung – mehr als nur Mocking!

Gemeinsam mit meinem Kollegen Thomas Bucsics gestalte ich bei der diesjährigen ASQT von 3.-5. September 2014 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt einen Fachbeitrag zum Thema Service Virtualisierung. Was ist das überhaupt? Wo kann und soll man es einsetzen? Wie profitiert man davon? Klar ist eines – Service Virtualisierung ist weit mehr als nur Mocking!

Service Virtualisierung

Herausforderungen

Eines der zentralen IT-Probleme in vielen größeren Unternehmen ist die Verfügbarkeit und Qualität der Systemumgebungen. Das erlebe ich immer wieder in Projekten. Häufig kommen komplexe serviceorientierte Architekturen, bei denen die Programmlogik über mehrere unabhängige Services verteilt wird, zum Einsatz. Die Verfügbarkeit von einzelnen Systemkomponenten, aber auch von geeigneten Testdaten, stellt dadurch eine große Herausforderung dar.

Hinzu kommen agile Entwicklungsmethoden, bei denen der Fortschritt in erster Linie durch ausführbaren, testbaren Code gemessen wird. Kaum mehr eine Applikation steht für sich alleine da – große Integrationsszenarien stehen an der Tagesordnung. Diese Abhängigkeiten führen häufig zu Verzögerungen in Entwicklung und Test, weil Komponenten auf Entwicklungs- und Testumgebungen

  • nicht verfügbar sind
  • die Nutzung mit Kosten verbunden ist
  • sie noch nicht fertig entwickelt wurden
  • keine geeigneten Testdaten vorhanden sind.

Eine Möglichkeit, diese Probleme in den Griff zu bekommen, bietet das Konzept der Service Virtualisierung.

 

Was ist Service Virtualisierung überhaupt?

Mit „Service Virtualisierung“ ist die zentrale, möglichst einfach gehaltene Simulation von Softwarekomponenten in heterogenen Systemlandschaften gemeint. Speziell betrachtet werden dabei Verhalten, Daten und Performancemerkmale simuliert dargestellt. Der Begriff „Service Virtualisierung“ beschränkt sich aber nicht nur auf Webservices im strengen Sinne. Es kann sich dabei um verschiedenste Systeme handeln, die definierte Protokolle und Schnittstellen für den Nachrichtenaustausch verwenden – ob ESB Technologien, Webservices, Transferprotokolle, Host-Schnittstellen oder Datenbankanbindungen.

Mit Hilfe der Service Virtualisierung ist es möglich komplexe Testumgebungen bereits in frühen Entwicklungsphasen schnell und kostengünstig aufzubauen. Auf diese Weise lassen sich Anwendungen schneller und kosteneffizienter entwickeln und Fehler können zu einem früheren Zeitpunkt im Entwicklungsprozess aufgedeckt werden, wenn es noch einfacher und kostengünstiger ist, diese zu beheben.

Service Virtualisierung kann somit dazu beitragen die Entwicklungs- und Testkosten und zu senken und die Qualität der Software zu erhöhen. Sie merken es wahrscheinlich schon – es steckt bei Service Virtualisierung tatsächlich sehr weit mehr als nur Mocking dahinter!

 

ASQT 2014

Wenn Sie mehr über Service Virtualisierung erfahren möchten, kommen Sie doch vorbei bei der ASQT in Klagenfurt! Gemeinsam mit Thomas Bucsics werde ich über Service-Virtualisierungen und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen anhand eines Fallbeispiels berichten und das Thema greifbar machen. Auch hier am Blog würde ich mich über einen Austausch von Erfahrungen mit Service Virtualisierungen freuen!

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