Mobility

8 Faktoren für den Erfolg Ihrer mobilen App

Mobile Anwendungen sind in aller Munde. Egal ob es sich um Business to Customer Anwendungen, Business to Business Lösungen oder auch Umsetzungen im Business to Employee Bereich handelt, stehen Unternehmen vor zahlreichen Herausforderungen, welche es zu Bedenken gibt. Ich möchte Ihnen hier acht Aspekte näher bringen, denen Sie im mobilen Bereich besondere Beachtung schenken sollten.

mobile apps_devices

1.   Fokus auf Nutzen/Mehrwert der App legen

Jede Applikation sollte einen Nutzen stiften und zwar sowohl für den Anwender der mobilen App als auch für das Unternehmen, welches die App zur Verfügung stellt. Praktisch ist es leider so, dass viele Apps von Anwendern nur einmal gestartet werden und dann nie wieder aufgerufen werden. Steht bei Endkunden hier die Einfachheit und Usability im Vordergrund, ist es bei Applikationen für die eigenen Mitarbeiter hauptsächlich die Arbeitserleichterung, welche die tatsächliche Verwendung einer App begünstigt.

 

 2.   Passende Plattformstrategie für die mobile App wählen

Im mobilen Umfeld ist man mit unterschiedlichen Plattformen konfrontiert. So beherrschen Android und iOS den Markt, allerdings will man ja auch Windows und Blackberry Anwender nicht ausschließen. Außerdem lässt sich der schnelllebige Mobilmarkt kaum vorhersagen. Wer hätte in der Pre-iOS Zeit gedacht, dass Palm untergeht und Blackberry in ernsthafte Schwierigkeiten kommt? Im Zuge dieser Überlegungen stellt sich daher die Frage, ob man eher eine HTML5 Lösung anstrebt, eventuell sogar als responsive Designlösung einer mobilen Website oder ob mehrere native Implementierungen notwendig sind. Letztere Lösungen ermöglichen zwar den Zugriff auf alle Features der Endgeräte und Plattformen, letztlich muss man ein und dieselbe App aber für jede Plattform entwickeln, was einem bei einer HTML5 Lösung erspart bleibt. Da beide Ansätze ihre Vor- und Nachteile haben, gibt es den Versuch, die Vorteile der beiden Lösungen durch sogenannte Hybrid Apps zu vereinen, wodurch bis zu 80% des Codes für alle Plattformen gemeinsam genutzt werden können.

 

 3.   Architektur festlegen

Sobald die grundsätzliche Plattformentscheidung feststeht, sollten Sie rasch die wichtigsten Architekturentscheidungen treffen. Wie sollen die einzelnen Plattformen an den Backend angebunden werden? Wie kann die mobile App am besten in die eigenen Geschäftsprozesse integriert werden? Oft ist auch eine Anpassung der Geschäftsprozesse erwünscht oder nötig, um die Anwendung mobiltauglich zu machen. Wie kann die Zahl der Schnittstellen gering gehalten werden, um Implementierungs- und Wartungsaufwand gering zu halten?

 

 4.   Sicherheitsaspekte beachten

mobile apps_securitySobald Unternehmensdaten oder Apps, welche den Zugriff auf der Unternehmensnetzwerk ermöglichen, auf einem mobilen Endgerät verfügbar sind, erlangt das Security Thema eine hohe Bedeutung. Dies beginnt beim Device Management und Themen wie „Bring Your Own Device“ und führt bis zu Datenverschlüsselung und Absicherung der Apps innerhalb eines Containers. Führen Sie sich allerdings bewusst vor Augen, dass die 100%ige Sicherheitslösung für die mobile App noch nicht verfügbar ist und stets Kompromisse eingegangen werden müssen.

 

  5.   Usability & User Experience

Bei mobilen Apps kommt der Usability und User Experience noch mehr Bedeutung zu als bisher. Schlechte Usability führt rasch dazu, dass eine mobile App nicht mehr benutzt wird. Hier verzeihen Kunden viel weniger als vielleicht die eigenen Mitarbeiter. Um eine gute Usability zu erreichen, sind einerseits die gewählten Architektur- und Multiplattform-Ansätze von Relevanz, andererseits aber auch, von welcher Seite über die Geschäftsprozesse nachgedacht wurde. (Stichwort: mobile First)

 

 6.   Gerätevielfalt & Testherausforderung bedenken

Mobile App Testing_devicefragmentation_72dpi

Device Fragmentation, July 2013 (Quelle: http://opensignal.com/reports/fragmentation-2013

Im mobilen Bereich gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte, welche sich nicht nur in der Hardware, sondern auch in der installierten Betriebssystemversion unterscheiden. Häufig kann nicht vorhergesagt werden, für welche Geräte noch ein Update des Betriebssystems vom Hersteller veröffentlicht wird und für welche nicht. Herstellerspezifische Anpassungen der Software erhöhen zusätzlich die Komplexität. Im Hardwarebereich kommen unterschiedliche CPUs, Displaygrößen und Auflösungen sowie unterschiedliche Größen des Arbeitsspeichers hinzu. Dies erhöht nicht nur den Anteil an Device- und Plattformanhängigen Programmcode, sondern auch massiv die Herausforderungen beim Testen der mobilen Apps. Welche Endgeräte sollen getestet werden? Wann reicht eine Emulation aus?

 

 7.   Online/Offline-Datenhaltung festlegen

Wir leben in einer „always on“ Gesellschaft und dennoch gibt es Situationen, in denen das gewohnte Datennetz oder WLAN nicht, oder nur eingeschränkt, verfügbar ist. Sei es, weil hohe Roamingkosten auf der Geschäftsreise anfallen oder weil ein Funkloch in der städtischen U-Bahn einen Datenaustausch nicht möglich macht. Wie soll sich die App hier verhalten? Wie wichtig ist die Aktualität der Daten? Sollen diese am Gerät gecacht werden? Wie soll mit der Nichtverfügbarkeit von Backendsystemen umgegangen werden ohne die User Experience zu stark negativ zu beeinflussen?

 

 8.   Update-Strategie überlegen

Im Gegensatz zu nicht verteilten Anwendungen ist es bei Anwendungen, die über Plattform App Stores verteilt werden, nicht einfach möglich Updates sofort auf allen Endgeräten verfügbar zu machen. Grund hierfür ist die lange Zeitdauer, da eine Prüfung durch die jeweiligen Plattformstores Tage, wenn nicht sogar Wochen, in Anspruch nehmen kann. Außerdem sollten Sie bedenken, in den Applikationen eine Versions- bzw. Gültigkeitsprüfung einzubauen, um so ein Update der Applikation erzwingen zu können. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass alte Versionen der App im Umlauf bleiben und zu Problemen im Backend führen.

 

Abschließend sei gesagt, dass es je nach Situation unterschiedlich passende Lösungen gibt und daher auch im mobilen Bereich ein professionelles und geplantes Vorgehen und die Berücksichtigung und Überlegungen zu den oben ausgeführten Punkten von zentraler Bedeutung sind.

Am 2. April hat zum Thema „Enterprise goes Mobile“ das 19. ANECON Expertenfrühstück stattgefunden. Schon bald erfahren Sie hier am ANECON Blog die Ergebnisse aus diesem interaktiven Erfahrungsaustausch.

 

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