Seit 2001 vertraut der Bereich Corporate Banking von Bank Austria für die Entwicklung, Wartung und den Support seines Finanzplanungs-Tools "BusinessPlanner" auf das Know-how der Experten von ANECON Software Design und Beratung G.m.b.H. Second-Level-Support, Wartung und Weiterentwicklung der Applikation liegen in den Händen der Branchen-erfahrenen ANECONdas, wie sich die Mitarbeiter des Unternehmens nennen.
Betriebswirtschaftliche Planung, die Möglichkeit aktuelle Kennzahlen jederzeit abrufen zu können und ein scharfer Blick auf die Liquidität sind entscheidende Faktoren für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Hier an Sehschärfe zu gewinnen, macht es einfacher, businesskritische Veränderungen zu erkennen und rasch, aber vor allem richtig, darauf zu reagieren. Mit dem Planungstool "BusinessPlanner" bietet Bank Austria ihren Kunden ein Werkzeug, das ihnen erlaubt, alle wichtigen Werte immer im Auge zu behalten. Seit der Einführung von Basel 2 ist das Interesse am Einsatz einer professionellen Planung der zukünftigen Liquidität noch größer geworden, da ein besseres Rating des Unternehmens die Kreditkosten senkt.
Die Software hat eine lange Geschichte, ihre Wurzeln reichen bis in die frühen 90er-Jahre zurück – damals noch DOS-basierend (und unter der Flagge der CA). Im Laufe der Zeit kamen mehrere Windows-Releases und unzählige, auf Anregungen aus der Praxis der Endanwender beruhende, Updates hinzu. Insgesamt nutzen heute rund 1.700 Unternehmen die verschiedenen Versionen der Applikation für ihre Finanzplanung. "Die Bandbreite, die abgedeckt wird, reicht vom großen Kunden mit fünf Mrd. Euro Umsatz pro Jahr bis hin zu dem 'kleinen Geschäftsmann', der eine Million Euro Umsatz macht. Das Tool ist auf allen Größen definierbar", erklärt Mag. Christian Kermer, Senior Consultant für Strukturierte Finanzierung und Finanzplanung sowie Projektleiter BusinessPlanner bei Bank Austria. Seit 2001 vertraut der Bereich Corporate Banking von Bank Austria für die Entwicklung, Wartung und den Support des "BusinessPlanner" auf das Know-how der Experten von ANECON Software Design und Beratung G.m.b.H.

DI Harald Bernkopf, zSPM, Software Architekt und Projektleiter BusinessPlanner, ANECON
Damals hat das Team von ANECON den "BusinessPlanner" unter seine Fittiche genommen. "Das 'Big Picture' war da, aber im Detail hat es noch gehapert. Unsere erste Aufgabe war es, aus dem vorhandenen Produkt eine releasefähige Version zu machen. Das hat circa ein dreiviertel Jahr gedauert", sagt der von ANECON mit der Projektleitung betraute Softwarearchitekt DI Harald Bernkopf. Der zu diesem Zeitpunkt vorhandene, mittels Microsoft Visual Basic 6.0 sowie C++ erstellte, Source-Code wurde optimiert und die bestehende Applikation beibehalten. Dadurch war kein zeitraubender, kompletter Neuanfang nötig. Die Arbeit war damit aber noch lange nicht getan. Neben dem Aufsetzen von Entwicklungsprozessen wie Analyse, Implementierung sowie Test und der Dokumentation, um die Softwareentwicklung an Qualitätsstandards anzupassen, lag auch der Second-Level-Support im Aufgabenbereich von ANECON. "Die Herausforderung dabei war es, mit einem nicht allzu großen Team die Wartung und daneben die Weiterentwicklung betreiben zu können." Zwischen zwei und sieben ANECON-Mitarbeiter, darunter Tester, Entwickler und Grafiker, waren unmittelbar an dem Projekt beteiligt – je nach gestellter Aufgabe. Die Erweiterungen der Features, beispielsweise um Spezialfunktionen wie Berechnungen mit Formeln die den Anwendern hohe Flexibilität und Individualität ermöglichen, gehen damals wie heute direkt auf das User-Feedback zurück. "Bei der Arbeit mit unseren Kunden werden immer wieder Wünsche geäußert. Diese Anregungen werden gesammelt, dann wird entschieden was realisiert wird. Es kommt immer darauf an: Ist es sinnvoll für alle, oder ist es ein sehr spezifischer Wunsch? Aber es sind sehr oft Dinge die Sinn machen", erläutert Mag. Christian Kermer. Seither hat es für die Kunden von Bank Austria viele, vom Umfang verschieden große, Updates gegeben, die in den Leistungen ihres Wartungsvertrags inkludiert sind. "Das geht von Kleinigkeiten, die in einem halben Tag programmiert wurden, bis hin zu Funktionen wie Dimensionen, Profit Center oder Mehrsprachenfähigkeit, die um einiges länger gebraucht haben."
„In der Zusammenarbeit mit ANECON
überzeugt uns besonders die rasche und
unkomplizierte Arbeitsweise. Fachliche Forderungen
werden immer gezielt umgesetzt.“
Christian Kermer, Projektleiter BusinessPlanner
Achim Hartmann, Leiter Finanzplanung
Bank Austria
Ende des Jahres 2004 wurde der Beschluss gefasst, das Wartungs- und Weiterentwicklungsprojekt auszudehnen und das Planungstool gemeinsam mit ANECON auf ein komplett neues Software-Fundament zu stellen. "Neue Softwareentwicklungsumgebungen und Sprachen bieten uns neue Möglichkeiten – die wollten wir nutzen", so Mag. Christian Kermer. Auch die schwieriger und damit kostspieliger werdende Wartung des mittlerweile in die Jahre gekommenen Programmcodes hatte ihren Anteil am Startschuss für die Neuentwicklung, der im März 2005 fiel. DI Harald Bernkopf: "Natürlich ging es auch darum, neue Technologien auszunützen. Aber für mich war entscheidend, dass sich einige der Anforderungen nicht so leicht hätten umsetzen lassen, wenn wir nicht umgestiegen wären." Konkret ging es dabei um Funktionalitäten wie beispielsweise die von den Anwendern häufig geforderte Mehrbenutzerfähigkeit. "Es hat schon länger der Wunsch bestanden auf eine Datenbank umzusteigen. Davor war die Applikation filebasierend. Ein weiterer Wunsch war, Pläne gleichzeitig und von überall bearbeiten zu können. Dazu kamen noch ein neues Berechtigungssystem und eine Modernisierung der Optik. Dabei hat sich die Frage gestellt, wie viel von der alten Codebasis und Oberfläche überhaupt übernommen werden kann", sagt der Softwarearchitekt. Die Antwort darauf bleibt er nicht schuldig: "Keine einzige Codezeile hätte den Generationssprung überlebt", so Bernkopf.
Bei der Arbeit an der nächsten Softwaregeneration kamen anfänglich Microsoft Visual Studio 2005, .NET 2.0 und C# zum Einsatz. Erste Früchte trug das Entwicklungsprojekt Mitte 2006, als der bereits auf neuer Softwaretechnologie basierende "BusinessPlanner Basic" präsentiert wurde. Die speziell auf Kleinbetriebe ausgerichtete, assistentenbasierende Planungssoftware hat den Kundenstamm nach unten erweitert und ermöglicht heute rund 300 Unternehmern eine effizientere Finanzplanung. Seit kurzem steht den Kunden von Bank Austria nun ein neuer Release des "großen" "BusinessPlanner" zur Verfügung, bei dem mit dem Microsoft .NET Framework 3.5 allerneueste Softwaretechnologie unter der Haube steckt. Bernkopf zu den Unterschieden: "Die Basic-Version ist rein assistentenbasierend. Die 'normale Version', die natürlich auch Assistenten hat, bietet viel mehr Flexibilität und Möglichkeiten. Die eine Software reicht für den kleinen Betrieb völlig aus, die andere ist auf jedes Unternehmen individuell adaptierbar und für alle Branchen und Bereiche einsetzbar." Die von ANECON geschaffene komplexe Businesslogik basiert außer auf dem .NET-Framework noch auf Microsofts Datenbanklösung SQL Server 2005, dessen neue Features, wie unter anderem "Managed Stored Procedures", natürlich in die Entwicklung eingeflossen sind.
Neben der Funktionalität wurde damit die Zielgruppe ausgeweitet. "Auch um größere Datenmengen verarbeiten und damit große Kunden verstärkt ansprechen zu können haben wir uns für die neue Version entschieden", zählt Mag. Christian Kermer einen weiteren der Beweggründe von Bank Austria Corporate Banking für den Entschluss zur Neuentwicklung auf und präzisiert: "Bei großen Kunden kommt es immer darauf an, welche Vorsysteme sie verwenden. Wenn beispielsweise SAP als Vorsystem vorhanden ist, werden die zu verarbeitenden Datenmengen viel kleiner. Die Detailplanung erfolgt in SAP, nur noch die Planbilanz oder Liquiditätsrechnung wird mit unserem Tool erledigt. Während bei kleineren oder mittleren Unternehmen das ganze Controlling mit uns erfolgt. Da kann es vorkommen, dass dreihundert Kostenstellen im "BusinessPlanner" verwaltet werden."
Die lange Lebensdauer bei gleichzeitig permanenter Weiterentwicklung ist eines der Marken- und Gütezeichen des "BusinessPlanner" und soll auch die neue Generation auszeichnen. Angepeilt wird ein Lebenszyklus von zehn Jahren, der nur durch sorgfältige Wartung und Pflege erreicht werden kann. "Wir bauen auf Microsoft-Technologie und das .NET-Framework. Im Managed-Code-Bereich vereinfacht das einige Dinge wesentlich. Manches aus .NET 3.5 haben wir ganz neu verwendet. Dabei merkt man natürlich, dass man ziemlich weit vorne dabei ist und würde sich die eine oder andere Unterstützung wünschen, die in dieser Version des Frameworks noch nicht enthalten ist. Es gibt auch noch nicht so viele Tools, die man "rundherum" braucht – gerade für die Oberflächengestaltung. Das ist einer der Punkte, bei denen ich mir von Microsoft mehr erwartet habe", geht DI Harald Bernkopf etwas ins Detail. Auch automatisierte Oberflächentests wären mit .NET 3.5 nur eingeschränkt möglich.
Einen langen Life-Cycle hat nicht nur der "BusinessPlanner", sondern auch die seit 2001 bestehende Partnerschaft von ANECON und Bank Austria. "Wir haben ein sehr positives Verhältnis. Sonst würden wir es nicht seit mittlerweile sieben Jahren pflegen. Natürlich kommt es vor, dass Dinge nicht ganz so funktionieren wie man es sich als Auftraggeber, der nichts von Problemen, sondern nur von Lösungen hören will, wünscht. Im Rahmen der Umstände – ganz neue Technologien, nicht vorhandene Tools – war die Zusammenarbeit sehr gut. Das funktioniert nur bei einer offenen, sehr persönlichen, sehr individuellen Basis, die auch ein flexibles Eingehen auf die Wünsche unserer Kunden erlaubt", stellt Mag. Christian Kermer ANECON ein hervorragendes Zeugnis aus.